Pfadfinder sehen sich den verschiedensten Vorurteilen ausgesetzt:
Da gibt es zum Beispiel jene, die in den Pfadfindern auf Grund der Kluft oder Begriffen wie “Stammesführer” eine paramilitärische oder gar nationalistische Organisation sehen.
Das ist absoluter Blödsinn. Ganz deutlich:Wie kann eine internationale Bewegung wie die Pfadfinder nationalistisch sein??!
Es gibt Organisationen wie die verbotene Viking-Jugend, die sich dreist (dummdreist?) Pfadfindertraditionen bedienen und das als Kulisse für rechte Jugendverhetzung nehmen. Damit haben wir nichts zu tun!
Unsere Kluft, bestehend aus Halstuch und Hemd, ist nichts weiter als ein Erkennungszeichen für andere Pfadfinder. Jeder kann es nach Belieben verändern, und fast jeder tut das auch. Den Begriff des Stammesführers (Vorsitzender eines Ortsverbandes, des Stammes) hat man trotz der Vorbelastung des Worts “Führer” im dritten Reich beibehalten, zum einen, weil es am Besten beschreibt, daß der Stammesführer Verantwortung für den ganzen Stamm übernehmen muß, zum anderen, weil “Stammesvorsitzender” in einem Jugendbund entsetzlich dämlich klingt.
Dann glauben immer noch viele, unser ganzer Lebensinhalt bestünde darin, alten Omas aufzulauern, um sie über die Straße zu bringen. Wir sind natürlich freundlich zu alten Leuten (und allen anderen), aber das wären wir auch, wenn wir nicht Pfadis wären.
Es gibt auch keine Auszeichnungen für irgendwelche besonderen Leistungen (40km mit 20kg Gepäck durch die Nacht oder so...) mehr.
Und hier noch ein spezieller Hinweis für Altpfadfinder, speziell jene, die vor 1970 Pfadis waren: Wir sind alles in allem deutlich lockerer geworden, was viele Dinge angeht. So wird heute z.B. niemand mehr schief angeschaut oder gar vermöbelt, nur weil er sein Halstuch vergessen hat.
Wir versuchen, die ganz oben genannten Ziele auf verschiedene Arten und Weisen zu erreichen. Zum einen gibt es die Gruppenstunden, in denen in den jeweiligen Altersgruppen Projekte, Spiele und Aktionen in Angriff genommen. Dann gibt es noch die Zeltlager, die je nach Art und Größe in unterschiedlichen Intervallen stattfinden und bei denen man sich mit Pfadfindern aus dem gesamten Bundesgebiet und der ganzen Welt trifft. Außerdem finden in unregelmäßigen Abständen Fahrten statt, auf denen zum Teil gewandert, zum Teil aber auch gelagert wird.
Der Stamm hat einen Stammesführer, mehrere Stellvertreter und einen Schatzmeister, die von allen Mitgliedern des Stammes gewählt werden. Bei dieser Gelegenheit wählen wir auch gleich die Delegierten, die unseren Stamm auf der Landesversammlung vertreten.Dort werden wichtige Dinge des Landesverbandes besprochen und auch der Landesvorstand sowie die Delegierten für die Bundesvesammlung usw. gewählt. (-> graphische Darstellung)
( Entliehen von den Internetseiten des BdP Landesverbandes NRW und des Stammes Martin Luther King.
Ich hoffe, Ihr seid mir nicht böse... )